Maschinenschleifen

maschinenDas Thema Schleifen von Schnitzwerkzeugen, mit Maschinen ist und bleibt ein heiß diskutiertes Thema im Bereich der Schnitzerei.

Ich möchte Ihnen daher an dieser Stelle die Vor und Nachteile rund um das Schleifen etwas näher bringen.

Grundsätzlich gibt es bei allen Schleifmaschinen zwei Varianten des Schleifens.

In der ersten Möglichkeit werden die Werkzeuge parallel zum Schleifstein geführt. Diese Variante wird von den meisten Anwendern praktiziert, da hierbei die unterschiedlichsten Hilfsmittel, wie Werkzeugauflagen und Werkzeughalter zum Einsatz kommen.

Dem Schleifstein-Durchmesser entsprechend erhält das Werkzeug bei dieser Methode eine leichte Hohlkehle in der Fase. Dies Hohlkehle beeinträchtigt jedoch das Schneidverhalten nicht, sondern wirkt sich positiv auf die Standzeit der Klinge aus. Durch das Abziehen des Eisens werden zunächst nur Teile der Schneide und das Fasenende poliert. Somit verlängert sich der Zyklus bis zum nächsten Schleifen.

In der zweiten Variante werden die Werkzeuge im 70 -90 Grad Winkel zum Stein geschliffen. Hierfür bedarf es jedoch einiger Übung, da die meisten Maschinen für derartige Schleifprozesse nicht ausgelegt sind.

Ein solcher Schliff ist dem Schleifen auf einem Handstein gleichzusetzen, da das Ergebnis eine gerade Fase ist. Der Vorteil hierbei ist jedoch, ein feineres Schleifbild mit verminderter Riefenbildung. Der Nachteil hierbei ist, das durch das ständige Abziehen des Werkzeuges, diese schnell an seiner ursprünglichen Form der Fase verliert und sich somit auch der Fasenwinkel ändert.

Copyright © H. Reichardt 2018. All Rights Reserved.